Liebesgedicht - Die mich hat am Fädchen
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Liebesgedichte: Frühlingserwachen





Die mich hat am Fädchen

Die mich hat am Fädchen,
Stehet auf der Grenze still
Zwischen Kind und Mädchen,
Und ist Beides, was sie will.

Wie es eben dienen
Mag am besten ihrem Plan,
Legt sie sich die Mienen
Von dem ein' und andern an.

Aus dem einen immer
Leis in's andere Gebiet
Spielt sie, wie ein Schimmer
Durch bewegte Zweige flieht.

Mädchenhaft und kindlich,
Wie sie mir sich zeigen mag,
Mir unüberwindlich
Blieb sie bis auf diesen Tag.

Kindischer Gebärde
Dich zu necken scheint sie dort:
Dann den Mut zur Erde
Schlägt sie mit erwachsnem Wort.

Wenn du sie willst nehmen
Für ein Kind, wie sie sich gibt,
Wird sie dich beschämen,
Wenn's ihr klug zu sein beliebt.

Wenn du sie zu fassen
Nun beim Ernste denkst mit Glück,
Zieht sie sich gelassen
In den kind'schen Scherz zurück.

Friedrich Rückert 1788-1866













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